Killed by Cops - Eine (unvollständige) Chronik von Polizeimorden http://killedbycops.blogsport.de Eine (unvollständige) Chronik von Polizeimorden Mon, 14 May 2012 10:44:15 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en 29. August 2011: Mario Parraguéz Pinto http://killedbycops.blogsport.de/2011/08/29/29-august-2011-mario-parraguez-pinto/ http://killedbycops.blogsport.de/2011/08/29/29-august-2011-mario-parraguez-pinto/#comments Mon, 29 Aug 2011 21:34:40 +0000 Administrator Killed by Cops http://killedbycops.blogsport.de/2011/08/29/29-august-2011-mario-parraguez-pinto/ Am Dienstag, den 30. August wurde der Drecksbulle Miguel Millacura Carcamo, der den 16 Jahre alten Manuel Gutiérrez Reinoso erschoss, angeklagt und eines „Tötungsdelikts“ beschuldigt. Zurzeit befindet er sich in Untersuchungshaft in der „Kaserne“ der Pudahuel Gemeinde, die als spezielles Gefangenenlager zum Schutz ehemaliger Polizeibeamter dient. Bald wird entschieden, ob ein Zivil- oder Militärgericht das Urteil gegen den Mörder sprechen wird.

Indem der chilenische Staat durch seine Marionetten-Regierung dabei ist, die an dem Mord beteiligten (Karabiniers, aber auch ihre Vorgesetzten) schwer zu „bestrafen“ hat er damit begonnen sein lädiertes öffentliches Bild zu säubern. Mit dieser Maßnahme soll die gesamte Gesellschaft von der Verantwortung des Innenministeriums abgelenkt werden.

In der Nacht des 24. August wurde ein 18-jähriges Mädchen, während es vor der Polizei weglief, ernsthaft durch Polizei-Geschosse verletzt. Die Polizei begehrte Rache für die im ganzen Land insgesamt 156 Verletzten in ihren eigenen Reihen.

In der Nacht von Donnerstag, 25. August wurde inmitten gewalttätiger Ausschreitungen in Pincoya (Viertel von Santiago) der 18-jährige Mario Parraguéz Pinto ins Gesicht geschossen und ins Krankenhaus überführt. Sein Zustand verschlechterte sich, bis er am Montag den 29. August verstarb.

Mario geriet in die Kampflinie zwischen bewaffneter Polizei und DemonstrantInnen. Jenseits der Faktenlage, wie der Junge starb (im Gegensatz zu den staatlichen Umgang im Falle des Todes von Manuel) schaffen das Polizeipräsidium und die Massenmedien ein Szenario, nachdem Mario durch einen Drogendealer erschossen wurde. Die Karabiniers, die oft wahllos auf Leute schießen, werden somit von ihrer Verantwortung entbunden.

Quelle: Indymedia

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26. August 2011: Manuel Gutierrez Reinoso http://killedbycops.blogsport.de/2011/08/26/26-august-2011-manuel-gutierrez-reinoso/ http://killedbycops.blogsport.de/2011/08/26/26-august-2011-manuel-gutierrez-reinoso/#comments Fri, 26 Aug 2011 08:16:55 +0000 Administrator Killed by Cops http://killedbycops.blogsport.de/2011/08/26/26-august-2011-manuel-gutierrez-reinoso/ Im Rahmen des Generalsteriks gegen die Bildungs- und Sozialpolitik in Chile kam es zu teilweise heftigen Auseinandersetzungen mit der Staatsgewalt., die Schusswaffen einsetzte um die Menge zu zerstreuen. Über 600.000 Menschen beteiligten sich  Gewerkschaftsverbänden zufolge an den Landesweiten Aktionen. Während der Proteste ist ein Jugendlicher erschossen worden, ein zweiter schwebt in Lebensgefahr. Medienberichten zufolge wurden mindestens 1.400 Menschen festgenommen. Seit Monaten finden in Chile Demonstrationen gegen die ungerechte Bildungspolitik statt.

Medienberichte:

The Guardian | Der Standard | Der Spiegel | Die Welt | DW-WORLD | junge welt | Wiener Zeitung

Quelle: Indymedia

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24. August 2011: Andrea H. http://killedbycops.blogsport.de/2011/08/24/24-august-2011-andrea-h/ http://killedbycops.blogsport.de/2011/08/24/24-august-2011-andrea-h/#comments Wed, 24 Aug 2011 11:50:57 +0000 Administrator Killed by Cops http://killedbycops.blogsport.de/2011/08/24/24-august-2011-andrea-h/ Andrea H. wurde im August 2011 von einem Berliner Polizisten erschossen. Vor kurzem wurde der Todesschütze, ein Zugführer der 23. Berliner Hundertschaft von allen Vorwürfen freigesprochen. Kritik gibt es mittlerweile von allen Seiten. Unabhängige Beobachter_innen und Spezialisten bewerten den Einsatz als Fehler, nur die Berliner Polizei sieht bei dem Vorfall immer noch eine klare Notwehrsituation.

Schon zweimal hatte das Amtsgericht Wedding Andrea H. vorgeladen. Es ging um die Unterbringung in einer Klinik. Den Aufforderungen kam die 53 jährige jedoch nicht nach. Dieses Mal wollte eine Mitarbeiterin des Bezirksamts und zwei Polizisten jedoch ernst machen. Sie klingelten an der Tür einer betreuten Wohngemeinschaft für psychisch auffällige Menschen im Senftenberger Ring. Nachbar_innen im Märkischen Viertel war die als schmal und klein beschriebene Frau eher ruhig und unauffällig in Erinnerung. Durchweg herrscht Unverständnis darüber, dass Andrea H. nicht anders gestoppt werden konnte.

Als es an der Tür der Wohngemeinschaft klingelt öffnet nicht etwa ein Betreuer die Tür, der in so einem Fall sicher deeskalierend gewirkt hätte, sonder Andrea H. selber. Als sie mitgenommen werden soll, wehrt sie sich nach Aussagen der eingesetzten Beamten mit einem Messer und verletzt einen der Beamten am Arm. Diese setzten daraufhin Pfefferspray ein. Andrea H. zieht sich zurück in ihre Wohnung, heisst es weiter. Die Tür scheint wieder geschlossen worden zu sein. Nun wird Verstärkung gerufen. Laut einigen Medienberichten wurde sogar ein SEK angefordert, schon hier beginnt eine vollkommen fatale Spirale. In solch einer psychologischen Notfallsituation ist weder ein SEK, noch die Einsatzhundertschaft der Berliner Polizei richtig am Platz. Polizeiwissenschaftler Professor Thomas Feltes von der Ruhr-Uni Bochum sagte zu dem Geschehen unter anderem, die Polizisten hätten sich angesichts des Widerstands der Frau zurückziehen und einen Psychologen oder Familienangehörigen rufen sollen. Auf jeden Fall hätten sie die Tür ruhiger öffnen müssen. Was die eintreffenden Beamten der 23. Einsatzhundertschaft dann taten, muss Andrea H. in bloße Panik versetzt haben. Zunächst rammten die Beamten mit einem Rammbock die Tür ein, kurz darauf drangen sie mit einem Schild in die Wohnung ein. Andrea H. stand zu diesem Zeitpunkt wohl in einer Zimmerecke. Laut Aussagen der eingesetzten Beamten stürmte Andrea H. plötzlich auf den Beamten mit dem Schild zu, beide fielen zu Boden. Andrea H. soll nun laut Aussagen der Beamten versucht haben mit einem Messer in Richtung des Kopfes des am Boden liegenden Beamten zu zielen. Daraufhin schoss der Zugführer einen Schuss auf Andrea H. ab, traf die Niere. Sie fiel zu Boden und verblutete und starb in ihrer Wohnung.

„Wer Polizisten mit einem Messer angreift, muss damit rechnen, erschossen zu werden.“ bellte Bodo Pfalzgraf von der Deutsche Polizeigewerkschaft schon am nächsten Tag. Andrea H. litt unter Wahnvorstellungen und fürchtete sich dabei besonders vor Einbrechern, wie nun bei den Nachermittlungen zum Vorschein kam. Ein Gespräch mit den Betreuern im Vorfeld des Einsatzes hätte zur Entspannung der Situation deutlich beitragen können. Überhaupt kommt es immer wieder zu massiven Zuspitzungen in solchen Situationen, bei denen psychisch auffällige Menschen einem Arzt vorgeführt werden sollen. So erscheint es vollkommen unverständlich in solch einer Situation gewaltsam in eine Wohnung einzudringen. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen des Schusses bereits Mitte September 2011 eingestellt. Der Schütze habe in Nothilfe in einer Art Notwehr zugunsten anderer Beteiligter gehandelt, um einen bedrohten Kollegen zu retten. Wie es zu der Situation gekommen war und ob sie durch ein anderes Vorgehen vermeidbar gewesen wäre, hatte die Staatsanwaltschaft nicht untersucht. Auch disziplinartechnisch innerhalb der Behörde ist der Beamte von allen Vorwürfen freigesprochen worden und fährt nun wieder täglich mit seiner Clique durch Berlin.

Bei einer Kundgebung kurz nach dem Todesschuss zeigte sich auch der Unmut der Nachbar_innen im Viertel. Viele schauten aus den Balkonen, einige riefen ihren Unmut über den Vorfall aus den Fenstern. Die Beamten des Abschnitts die zur Sicherung eingesetzt waren versteckten sich in den Durchfahrten und zwischen den Hecken, offensichtlich spürten sie die Spannung die ihnen entgegen schlug. In den letzten Jahren starben bei Polizeieinsätzen in Berlin immer wieder Menschen, die bei genauerem Hinsehen der Fälle noch unter uns weilen würden. Auch die vollkommen perverse Forderung an die Mutter von der Finanzverwaltung Berlins, den Schaden an einem Zivilfahrzeug nach den tödlichen Schüssen zu zahlen, die Reihard R. auf Dennis J. in der Sylvesternacht 2008/09 abfeuerte, zeigt wie selbstverständlich und bürokratisch mit solchen Fällen umgegangen wird. Nicht verwunderlich das die Angriffe auf Polizeibeamte in Berlin stetig steigen.

Quelle: Indymedia linksunten

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16. Juli 2011: Kenneth Harding http://killedbycops.blogsport.de/2011/07/16/16-juli-2011-kenneth-harding/ http://killedbycops.blogsport.de/2011/07/16/16-juli-2011-kenneth-harding/#comments Sat, 16 Jul 2011 13:59:26 +0000 Administrator Killed by Cops http://killedbycops.blogsport.de/2011/07/16/16-juli-2011-kenneth-harding/ Vor wenigen Tagen, am 16. Juli 2011 wurde der 19 jährige Kenneth Harding von Polizisten in San Franciscos öffentlichem Nahverkehr 10 mal beschossen und erlag seinen Verletzungen.

Anlaß für das Massaker war der Versuch Hardings, sich durch Weglaufen einer Fahrschein Kontrolle zu entziehen.

Die Polizei war mit mehreren Beamten im Einsatz. Anstatt dem verblutenden Kenneth Harding irgend eine Form von Hilfe zu leisten, bedrohten sie ihn bis zu seinem Tod weiterhin mit gezogener Waffe (siehe Bild) und richteten ihre Waffen auch auf empörte Passant_innen.

Das ist bereits die dritte Erschießung innerhalb von zwei Monaten durch die Polizei San Franciscos. Erst zwei Wochen zuvor war jemand im lokalen Zugverkehr von Beamten erschossen worden.

Der ganze Artikel findet sich auf Indymedia
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5. Juli 2011: Kelly Thomas http://killedbycops.blogsport.de/2011/07/05/5-juli-2011-kelly-thomas/ http://killedbycops.blogsport.de/2011/07/05/5-juli-2011-kelly-thomas/#comments Tue, 05 Jul 2011 10:40:38 +0000 Administrator Killed by Cops http://killedbycops.blogsport.de/2011/07/05/5-juli-2011-kelly-thomas/ Am 5. Juli 2011 wurde der Obdachlose Kelly Thomas in Fullerton (USA) von der Polizei ermordet; der Tod trat nach 5 Tagen im Koma ein. Der Fall sorgte in den USA für Aufsehen, in Deutschland fand er wenig Beachtung. Weil jetzt der Prozess gegen die Polizeibeamten wegen Mord eröffnet wurde, hier einige Informationen.

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10. März 2010: Lámbros Foúndas http://killedbycops.blogsport.de/2010/03/10/10-maerz-2010-lambros-foundas/ http://killedbycops.blogsport.de/2010/03/10/10-maerz-2010-lambros-foundas/#comments Wed, 10 Mar 2010 21:03:50 +0000 Administrator Killed by Cops http://killedbycops.blogsport.de/2010/03/10/10-maerz-2010-lambros-foundas/

Am Morgen des 10. März 2010 wurde der 35-jährige Anarchist Lámbros Foúndas im Athener Stadtteil Dafni von Bullen ermordet. Staat und Medien stellen ihn als „Terroristen“ dar, der angeblich an Stadtguerillaktionen teilgenommen habe. Inzwischen widerlegten jedoch DNA-Tests diese Vorwürfe. Es wird behauptet, er habe mit einem Komplizen versucht, ein Auto zu stehlen. Dabei sei es zum Schusswechsel mit der Polizei gekommen. Bei Lámbros wurde zwar eine Waffe gefunden; dies ändert allerdings nichts daran, dass hier von Mord gesprochen werden kann, denn der tödliche Schuss traf Lámbros in den Rücken. Der Mann, der bei ihm war, konnte fliehen.

Lámbros war aktiv in der anarchistischen Gruppe „Schwarzer Dorn“, welche das Journal „Strassen des Zorns“ herausgab. Nach der Ermordung des Lehrers Nikos Temponeras in Patrás 1991 beteiligte er sich an den antiautoritären Kämpfen der Schüler_innen und anderer junger Leute.

Nach Lámbros‘ Tod durchsuchten die Bullen viele Wohnungen von seinen Nachbar_innen. Mehr als 1.000 Menschen gedachten ihm am 20. März an der Stelle der Ermordung und ganz Athen ist
mit Plakaten vollgeklebt, die an Lámbros erinnern. Seine Ermordung zeigt wieder einmal, dass der Staat nicht davor zurückschreckt, uns zu ermorden. Erst Alexis, jetzt Lámbros!
Nicht wir sind die Terrorist_innen; der Staat ist es!

Solidarität mit den kämpfenden Genoss_innen!
Nichts und niemand ist vergessen!
Für die soziale Revolution!

Flyer zum Verteilen

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28. Februar 2010: Sliman Hamade http://killedbycops.blogsport.de/2010/02/28/28-februar-2010-sliman-hamade/ http://killedbycops.blogsport.de/2010/02/28/28-februar-2010-sliman-hamade/#comments Sun, 28 Feb 2010 19:55:25 +0000 Administrator Killed by Cops http://killedbycops.blogsport.de/2010/02/28/28-februar-2010-sliman-hamade/ „Wir haben seine Schreie gehört. Plötzlich war es still.“

Sliman Hamade wurde am 28.2.2010 im Treppenhaus seines Wohnhauses in Schöneberg von Berliner Polizisten ermordet. Kurz zuvor gab es in der Familie Streit, die Musik der Nachbarn war zu laut, ein Kind kann nicht einschlafen. Sliman ist wütend und seine Eltern rufen die Polizei, damit diese die Situation beruhigt. Aber es kommt anders: Die Polizisten zerren Sliman aus der Wohnung, schlagen ihn mit Tonfas zusammen, werfen ihn eine Treppe hinunter, fesseln ihn und sprühen ihm dann Pfefferspray direkt in die Atemwege. Sliman fällt ins Koma und verstirbt kurz darauf an massiven inneren Blutungen. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen die Polizei bereits eingestellt. Doch die Angehörigen und Freunde von Sliman wollen sich damit nicht zufrieden geben und fordern jetzt eine Aufklärung der Todesumstände und ein Ende der rassistischen Polizeigewalt.

Ein Text der Verlobten von Silman könnt ihr hier lesen

Quelle: No Justice No Peace

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5. August 2009: Florian P. http://killedbycops.blogsport.de/2009/08/05/5-august-2009-florian-p/ http://killedbycops.blogsport.de/2009/08/05/5-august-2009-florian-p/#comments Wed, 05 Aug 2009 21:19:21 +0000 Administrator Killed by Cops http://killedbycops.blogsport.de/2009/08/05/5-august-2009-florian-p/ Der folgende Bericht ist von Indymedia abgeschrieben (Formalia geändert).

Am 5. August 2009 wurde der erst 14 Jahre alte Florian P. von der Polizei erschossen. Sein 16-jähriger Freund Roland T. liegt mit zwei Oberschenkeldurchschüssen im Krankenhaus. Flo und Roland waren in eine Filiale der Lebensmittelkette „Merkur“ eingebrochen. In Österreich wird mensch neuerdings dafür erschossen…
Der Fall ist in Österreich derzeit überall Titelthema. Daraus Kapital schlagen können jedoch nicht die Angehörigen und Freund_innen von Flo und Roland, sondern vor allem die Polizei. In den Mainstream-Medien wie beispielsweise der für ihren Rassismus bekannten „Kronen Zeitung“ lassen sich Kolumnist_innen schon mal zu Aussagen wie „Wer alt genug zum Einbrechen ist, ist auch alt genug zum Sterben“ herab. Die Botschaft ist klar: Selber schuld!
Die Polizei fährt schon von Anfang an eine Linie des Vertuschens und der Schuldumkehr. Die beiden Polizist_innen, die geschossen haben, wurden beispielsweise erst am Abend des 8. August befragt. Zuvor waren sie ja laut Polizei in einem „schlechten psychischen Zustand“. Dass sich die Polizei einen Scheissdreck um den psychischen Zustand der Opfer schert, zeigt einiges. So wurde Florians Mutter erst Stunden nach dem Mord vom Tod ihres Sohnes informiert – per Telefon wohlgemerkt. Roland wurde, nachdem sein Freund getötet wurde, mit seinem durchschossenen Oberschenkel nicht etwa psychologisch betreut. Nein, er wurde in Untersuchungshaft gesteckt. Dort ist er für die Medien nicht erreichbar und die Polizei kann ihre Lügengeschichten leichter weitererzählen. So wird derzeit in erster Linie nicht gegen die beiden Killerbullen ermittelt, sonder ob noch weitere „Komplizen“ am Einbruch in den Merkur-Markt beteiligt waren. So hat die Polizei einen 28-jährigen Rumänen aus Krems festgenommen, der jedoch jede Beteiligung an der Tat abstreitet. Es ist eben immer leicht, das Klischeebild des „kriminellen Ausländers“ hervorzukramen. Besonders, wenn die Polizei dadurch mehr Zeit bekommt sich untereinander abzusprechen und Zeit zu gewinnen.
Die beiden Killerbullen geben übrigens an, „angegriffen“ worden zu sein. Von wem? Von zwei Jugendlichen, die einen Schraubenzieher und eine Gartenharke dabei hatten. Florians Bruder hat die Siutuation anders beschrieben – die Polizist_innen säßen den ganzen Tag in einer örtlichen Kneipe, saufen und wären froh, wenn sie einmal die Knarre benutze könnten. So denken mittlerweile viele Menschen in Österreich.

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30. April 2009: Tennessee Eisenberg http://killedbycops.blogsport.de/2009/04/30/30-april-2009-tennessee-eisenberg/ http://killedbycops.blogsport.de/2009/04/30/30-april-2009-tennessee-eisenberg/#comments Thu, 30 Apr 2009 10:19:31 +0000 Administrator Killed by Cops http://killedbycops.blogsport.de/2009/04/30/30-april-2009-tennessee-eisenberg/ Am 30. April 2009 wurde in Regensburg der 24-jährige Musikstudent Tennessee Eisenberg erschossen. Vor Ort befanden sich 8-10 Polizisten. Zwei von ihnen schossen ihre Magazine leer: 16 Kugeln wurden abgefeuert, 12 trafen Tennessee, davon 7 von hinten, eine der letzten ins Herz.

12 Fakten:

  • 8 Polizisten trafen auf einen Musikstudenten (24 Jahre, 184cm, 70kg).
  • Tennessee war allein in seiner Wohnung. Es ging von ihm keine Gefahr gegenüber Dritten aus.
  • Tennessee stand nicht unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol.
  • Niemand wurde durch Tennessee verletzt.
  • Der Gutachter der Staatsanwaltschaft hat die Leiche nicht auf Pfefferspray- oder Schlagstock-Einsatz untersucht. Er hat die Schusskanäle nicht skizzert. Er hat keine Gewebepräparationen erstellt.
  • Tennessee hatte keine Spuren von Pfefferspray im Gesicht oder in den Augen. Es wurden bei ihm keine Hämatome (Blutergüsse) gefunden, die auf einen Schlagstockeinsatz hindeuten.
  • Zwei Polizisten schossen jeweils ihr Magazin leer: 16 Schüsse. 12 Treffer. Sieben der Treffer kamen von hinten. Einer der letzten Schüsse ging ins Herz.
  • Die Angehörigen wurden von der Polizei nicht über den Vorfall informiert. Sie erfuhren vom Tod Tennessees über Umwege aus der Presse.
  • Die Polizisten wurden nach der Tat tagelang nicht zu dem Vorfall befragt.
  • Die Staatsanwaltschaft sprach anfangs von Notwehr bzw. Nothilfe, wollte sich aber später hierzu nicht mehr äußern.
  • Die Polizisten waren nach dem Vorfall wieder normal im Streifendienst tätig.
  • Fast vier Monate nach dem Vorfall gibt es noch immer keinen veröffentlichten Ermittlungsbericht durch die Staatsanwaltschaft.

Weitere Infos auf 12 Kugeln – 12 Fragen und der Seite der Familie und Freund_innen

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1. April 2009: Ian Tomlinson http://killedbycops.blogsport.de/2009/04/01/1-april-2009-ian-tomlinson/ http://killedbycops.blogsport.de/2009/04/01/1-april-2009-ian-tomlinson/#comments Wed, 01 Apr 2009 12:47:17 +0000 Administrator Killed by Cops http://killedbycops.blogsport.de/2009/04/01/1-april-2009-ian-tomlinson/ Am 1. April 2009 starb Ian Tomlinson bei den Protesten gegen den G20-Gipfel in London an einem Herzinfarkt. Tomlinson war zuvor von Polizeikräften angegriffen worden. Er wurde zuerst auf den Boden geworfen und dann getreten. Augenzeug_innen berichten zudem davon, dass Tomlinson mit Knüppeln geschlagen worden sei.

Berichte:

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