Archiv für März 2010

10. März 2010: Lámbros Foúndas

Am Morgen des 10. März 2010 wurde der 35-jährige Anarchist Lámbros Foúndas im Athener Stadtteil Dafni von Bullen ermordet. Staat und Medien stellen ihn als „Terroristen“ dar, der angeblich an Stadtguerillaktionen teilgenommen habe. Inzwischen widerlegten jedoch DNA-Tests diese Vorwürfe. Es wird behauptet, er habe mit einem Komplizen versucht, ein Auto zu stehlen. Dabei sei es zum Schusswechsel mit der Polizei gekommen. Bei Lámbros wurde zwar eine Waffe gefunden; dies ändert allerdings nichts daran, dass hier von Mord gesprochen werden kann, denn der tödliche Schuss traf Lámbros in den Rücken. Der Mann, der bei ihm war, konnte fliehen.

Lámbros war aktiv in der anarchistischen Gruppe „Schwarzer Dorn“, welche das Journal „Strassen des Zorns“ herausgab. Nach der Ermordung des Lehrers Nikos Temponeras in Patrás 1991 beteiligte er sich an den antiautoritären Kämpfen der Schüler_innen und anderer junger Leute.

Nach Lámbros‘ Tod durchsuchten die Bullen viele Wohnungen von seinen Nachbar_innen. Mehr als 1.000 Menschen gedachten ihm am 20. März an der Stelle der Ermordung und ganz Athen ist
mit Plakaten vollgeklebt, die an Lámbros erinnern. Seine Ermordung zeigt wieder einmal, dass der Staat nicht davor zurückschreckt, uns zu ermorden. Erst Alexis, jetzt Lámbros!
Nicht wir sind die Terrorist_innen; der Staat ist es!

Solidarität mit den kämpfenden Genoss_innen!
Nichts und niemand ist vergessen!
Für die soziale Revolution!

Flyer zum Verteilen